Mediation in Gruppen und Teams

In der Organisationsmediation haben wir immer mehr mit Konflikten zu tun, die die Zusammenarbeit von Gruppen und Teams betreffen. Wenn es z.B. zwischen Abteilungen zu Konkurrenzverhalten und Blockaden kommt, wenn innerhalb einzelner Teams Unstimmigkeiten die Effizienz der Arbeit erschweren oder wenn durch Umstrukturierungen Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen in einem neuen Team zusammen arbeiten müssen und dabei unterschiedliche „Kulturen“ aufeinander treffen. Auch in Gesellschafterauseinandersetzungen von Ärzten oder Anwälten /Steuerberatern können Interessengruppen derart aufeinander treffen, dass die konstruktive Zusammenarbeit erschwert und der wirtschaftliche Erfolg gefährdet ist.

Hinzu kommen neue Entwicklungen in der Arbeitswelt, die immer mehr innovatives und kooperatives Zusammenwirken fordern, um die Komplexität der Aufgaben zu bewältigen und Synergieeffekte zu nutzen.

Was bedeuten diese Konstellationen für die Mediation? Wie können wir mit Gruppen und Teams in Klärungsprozesse gehen? Welche Interventionen und Techniken sind dafür geeignet? Und was bedeutet das für die Steuerung des Mediationsprozesses?

Unsere Erfahrungen und Tipps geben wir gerne weiter in den Fortbildungen für ausgebildete Mediatoren.

Über den Tellerrand geguckt

Wir freuen uns immer über mediations-nahe Ideen, die die Welt ein bisschen besser machen können.
BEZIEHUNGSWEISE ist vielleicht eine solche Idee:  eine Initiative von Daniel Hunziker und Gerald Hüther zur Entwicklung von Präsenz, Verbundenheit und Co-Kreativität in Gemeinschaften (www.beziehungsweise.org). In „Entwicklungsräumen“ und „Co-Labs“ sollen neue Ideen eines sozialen Arbeitsplatzes von Morgen entstehen, Visionen co-kreativer Gemeinschaften weiter gedacht und ausgetauscht werden. Die gemeinsam erarbeiteten Ideen sollen in Unternehmen direkt umgesetzt, Präsenz im eigenen Leben vertieft, Begegnungsfähigkeit mit anderen Menschen intensiviert werden.

Der Co-Creator Gerald Hüther sagt hierzu: „Wir brauchen immer andere Menschen, um uns weiterzuentwickeln, um die in uns angelegten Potentiale entfalten zu können. Und je stärker sich diese anderen von uns unterscheiden, desto mehr können wir voneinander lernen. Damit wir aber mit anderen in eine für alle Beteiligten fruchtbare, anregende, co-kreative und damit entwicklungsförderliche Beziehung treten können, müssten wir zunächst mit uns selbst im Reinen sein, also eine gute Beziehung zu uns selbst herausgebildet haben. Nur dann können wir anderen authentisch und zugewandt, wertschätzend und offen begegnen. Nur dann sind wir frei und können vorbehaltlos, ohne innere Zerrissenheit, Angst und Selbstzweifel auf andere Menschen zugehen.“