Systemisches Arbeiten

Klärungsarbeit in Organisationen und Unternehmen bedeutet immer systemische Arbeit. Für Führungskräfte ebenso wie für externe Berater, Coaches oder Mediatoren. Denn erst der Blick auf das ganze „System“ der Organisation, deren aktuelle Situation mit etwaigen Veränderungsprozessen, deren Kultur und deren Strukturen ermöglicht es bestehende Herausforderungen – im Großen wie im Kleinen – einzuordnen und zu verstehen.

Systemaufstellungen sind dabei effektive Diagnose- und Beratungstools, die wissenschaftlich erwiesen sind. Insbesondere in Veränderungsprozessen und zur Steuerung komplexer Herausforderungen (die Konflikte immer darstellen) gehören sie in jeden Methodenkoffer.

Die Methode der systemischen Aufstellung ergänzt klassische Beratungs- und Konfliktklärungsansätze, indem sie eine Organisation oder ein Team nicht analytisch beschreibt, sondern als lebendiges System abbildet. So können Führungskräfte, Berater oder Mediatoren innerhalb kürzester Zeit Informationen für erfolgsentscheidende Fragen gewinnen, die sich durch die Dynamik der Aufstellung in gesunde Lösungen entwickeln lassen, welche im Unternehmen oder einer Organisation unmittelbar umsetzbar sind.

Ich freue mich sehr, Dr. Klaus Horn, Psychologe, Managementberater und Pionier der Organisationsaufstellung, für ein Training im Kölner Institut gewonnen zu haben. Er vermittelt Ihnen die wichtigsten und häufigsten Formen von Struktur- und Organisationsaufstellungen in der praktischen Anwendung. Die Erkenntnisse seiner neuesten Veröffentlichung „Connected to the Unknown – mit Systemaufstellungen die digitale Transformation meistern“ fließen mit in die Weiterbildung ein (Start: 13.02.2020, noch wenige Plätze frei).

 

Neue Ansätze der Transformativen Mediation

Seit genau 30 Jahren wird die transformative verständnisbasierte Mediation in Deutschland gelehrt, in der Praxis angewandt und stetig weiter entwickelt. Der aktuelle Fokus liegt dabei auf der Frage, inwieweit persönliche und kollektive Traumata die Entstehung und Dynamik von Konflikten beeinflussen – und wie sie in die Mediation mit einbezogen werden sollten.
William Ury, Begründer des Harvard-Konzeptes und international tätiger Mediator, hat hierzu einen faszinierenden Ansatz gefunden. Auf seinen Online-Kurs „Meditate and Mediate – Transform Conflict into Opportunity” hatten wir im letzten Newsletter schon hingewiesen. Nun ist er auch im Rahmen des 1. Online-Kongresses zum Thema „Kollektives Trauma“ zu hören zur Frage, wie Kollektives Trauma Mediation beeinflusst („How Collective Trauma Impacts Mediation“, 16.10.2019). Desweiteren spricht Dr. Scilla Elworthy, Gründerin der Oxford Research Group and Business Plan for Peace zum Thema: Trauma als unschätzbare Landkarte zur Transformation von Konflikten („Trauma as an Invaluable Route to the Transformation of Conflict”, 17.10.2019)
Der Online-Kongress bietet eine Fülle an interessanten Vorträgen und ist kostenfrei. Ich werde ihn mir auf jeden Fall ansehen.