Mediation und Führung

Im Rahmen unserer Qualifizierungsreihe Wirtschaftsmediation für ausgebildete Mediatoren bieten wir wieder die 2-tägige Fortbildung „Mediation und Führung“ an.
Denn Konfliktprävention und -klärung innerhalb von Organisationen und Unternehmen  erfordert besonderes Wissen und reflektierte Praxiserfahrung vom Mediator: Welcher „Kultur“ gehört die Organisation an? In welcher Entwicklung befindet sie sich zum Zeitpunkt des Konfliktes? Was bedeutet das für den Klärungsprozess, den der Mediator zu leiten hat? Da Konfliktarbeit grundsätzlich Führungsaufgabe im Unternehmen ist, macht es Sinn sich zudem näher mit „Führung“ auseinander zu setzen: Was gibt es für Führungsstile/-werte? Wie hat sich Führung in den letzten Jahren in der Wirtschaft verändert und was für Konfliktfelder bestehen dadurch? Und was muss der Mediator beachten, dass sich eine Führungskraft im Konflikt vom Mediator führen lassen kann – durch einen Verständigungsprozess hindurch bis zur Lösungsfindung, die die Führungskraft dann umzusetzen hat im Unternehmen.

Umgang mit „Führung“ ist unser Alltag in der Organisationsmediation. Dabei ist so deutlich, dass auch wir Mediatoren uns mit unserer eigenen inneren „Führung“ auseinander setzen sollten, um Führungskräfte authentisch und wertschätzend durch schwierige Situationen der Konfliktklärung zu führen.

Wir freuen uns auf interessierte – mehr oder weniger erfahrene – Wirtschaftsmediatoren, die mit uns 2 Tage „alte“ und „neue“ Führung – „innen“ und „außen“ erforschen wollen.

Gary Friedman ist wieder in Deutschland!

Gary Friedman und Jack Himmelstein sind die Begründer der „verständnisbasierten Mediation“, die das europäische Mediationsverständnis tiefgründig geprägt hat. In ihrem Buch „Konflikte fordern uns heraus“ – Mediation als Brücke zur Verständigung (Metzner Verlag, 2013) erläutern sie die Hintergründe, Entwicklungsgeschichte und reale Praxis ihres Mediationsverständnisses. Dass Gary nun zum 30. Geburtstag seines ersten Unterrichts in Deutschland nach München kommt und ein Seminar bei den Eheleuten Mähler (Pioniere der Mediation in Deutschland) leitet, ist sicher ein besonderes Ereignis. „Essentials des Verstehens und der Verständigung“  beleuchtet sowohl den Mediationsprozess des gegenseitigen Verstehens der Konfliktbeteiligten, um gemeinsam zu einer Lösung des Konfliktes zu gelangen. Es reflektiert aber auch das innere Verstehen des Mediators, um sich selbst zu stärken und die Beteiligten bestmöglich zur Verständigung zu führen. Ein Praxis-Seminar besonderer Güte.